Meine Leistungen
Physiotherapie
Anhand Krankheits-/Beschwerdebild und der Anamnese findet eine auf den Patienten maßgeschneiderte Behandlung statt. Die Strategie wird laufend angepasst um einen optimalen Verlauf zu erreichen.
Zum Einsatz können kommen:
- Aufklärung, Tipps für den Alltag
- aktive Übungen: Dehn- und Kräftigungsübungen, Koordinationsübungen
- Triggerpunkttherapie
- Lymphdrainage, Massagetechniken
- Bindegewebstechniken
- Mobilisationstechniken
- Narbenbehandlung
- Kinesiotaping
- CranioSacrale Therapie
Alle Techniken, die mir zur Verfügung stehen, verwende ich je nach Bedarf und Sinnhaftigkeit.
CranioSacrale Therapie
Der energetische Aspekt:
Der Körper eines Menschen ist sein Unterbewusstsein.
Der Verstand vergisst und kann verdrängen, ja sogar erlebtes Abspalten. Der Körper kann nicht vergessen. Jede Zelle hat ein Gedächtnis. Bei Berührung kann die Erinnerung abgerufen werden. Nicht immer erleben wir schöne Dinge, sondern auch belastende. Traumatische Erlebnisse, sei es ein Unfall, Operationen, eine schwierige Geburt oder emotionale Erlebnisse, können nicht immer adäquat verarbeitet werden. Aus Selbstschutz speichert der Körper das Erlebte an einer Stelle des Körpers und kapselt es ab. Es hätte das System überlastet, es war für den Mensch in dem Moment einfach zu viel.
In der CranioSacral Therapie wird diese abgekapselte Fremdenergie als Energiezyste bezeichnet. Ein erfahrener einfühlsamer und achtsamer Therapeut kann diese Zyste lokalisieren. Logischerweise hat jeder Mensch mehrere solcher Erlebnisse gespeichert. In einer Behandlung zeigt sich nur das, was an diesem Tag behandelt werden will bzw. was von diesem Therapeuten gelöst werden kann. Das Unterbewusstsein des Patienten checkt schon vor Beginn der Behandlung das Unterbewusstsein des Therapeuten ab und prüft, ob er vertrauenswürdig ist.
Diese Zone in der die Zyste liegt, verursacht körperliche Beschwerden. Die Durchblutung ist herabgesetzt, die Stoffwechselprozesse sind verlangsamt, das Gewebe weißt eine höhere Spannung auf, die Körperfaszie ist viskös (zähflüssig). Die körpereigene Energie muss um die Zyste herumfließen. Je länger die Zyste besteht, desto größer wird das Areal, dass beeinträchtigt wird.
Des Weiteren sind Emotionen im Gewebe gespeichert. Sie können das ganze Wesen eines Menschen beeinflussen.
Angst, Wut, Scham, Schuld, Trauer
Durch den achtsamen Kontakt meiner Hände, das therapeutische Gespräch und das therapeutische Bild, wird die Aufmerksamkeit auf die Körperwahrnehmung geschult und unterbewusstes Wissen kann verbalisiert werden. Körperempfindungen und Emotionen, die zum Trauma gespeichert sind, werden erfahrbar gemacht. Dem Erlebten Raum und Zeit zu geben, ermöglicht es das Erlebte zu integrieren. Die Zyste erfüllt keine Funktion mehr und löst sich auf. Die Selbstheilungskräfte des Körpers ermöglichen eine vollständige Regeneration des strapazierten Gewebes. Durch die SomatoEmotionale Entspannung (SEE) lösen sich die festgehalten Gefühle und bestimmen nicht mehr das Verhalten und Erleben des Patienten.
Der strukturelle Aspekt:
Eine strukturelle Behandlung der Ganzkörperfaszie, der Schädelknochen und des Sacrums unterstützen die Energiezystenbehandlung/SomatoEmotionale Entspannung (SEE) oder werden davon unabhängig eingesetzt um Restriktionen zu lösen.
Verbesserte Versorgung des Gehirns und Rückenmarks, sowie aller angrenzenden Strukturen, wie Faszien, Muskulatur, Organe, Sinnesorgane, vegetatives Nervensystem, Lymphsystem, Herz-/Kreislaufsystem und peripheres Nervensystem.
Viele vegetative Symptome können durch die Behandlung verbessert werden, der Patient wird ruhiger, denn Sympathikus und Parasympathikus kommen ins Gleichgewicht.
Ziel ist es alle Körpergewebe in einen Spannungsausgleich zu bringen um eine gute Homöostase (Selbstregulation des Körpers) zu ermöglichen.
Der Patient verfügt über mehr Resilienz (besondere Kraft der Psyche, Belastungen auszuhalten) gegenüber Reizen und kann besser entspannen. Durch die gesteigerte Widerstandskraft ist der Patient gesünder, stabiler und belastbarer. Somit ist der Mensch leistungsfähig und kann am alltäglichen sozialen Leben teilnehmen, was zu mehr Zufriedenheit und Lebensqualität führt.
Das CranioSacrale System (CSS):
Das CranioSacrale System ist ein halb geschlossenes hydraulische System.
Es wird durch die feste und wasserdichte Dura mater gebildet. Diese Membran umhüllt das Gehirn und Rückenmark. Im Zwischenraum zirkuliert der Liquor cerebrospinales (Gehirnflüssigkeit), der die Aufgabe hat, das Gehirn vor Erschütterungen zu schützen und die Hirnzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen.
Das System bildet den Liquor eigenständig in den Ventrikeln (Hohlräumen) des Gehirns, in dem es aus dem Blut ein gefiltertes Extrakt gewinnt.
Diese Flüssigkeit (Liquor) wird in die Zwischenräume gepumpt und zirkuliert dort um das Gehirn und Rückenmark. Resorbiert wird der Liquor über Ausstülpungen der cranialen Dura (Schädel) und über Wurzeltaschen der spinalen Dura (Wirbelsäule) ins venöse System (daher halb geschlossenes System).
Durch das Zu- und Abpumpen des Liquors kommt es zum CranioSacralen Rhythmus (CSR), pro Minute erfolgen 6-12 Zyklen. Dieser Rhythmus setzt sich entstehend im Kopf über die Ganzkörperfaszie fort und ist somit im ganzen Körper spürbar. Der Therapeut kann diesen Rhythmus spüren und nutzt ihn zur Befundung und Behandlung. .
Die 7 Schädelknochen mit ihren Suturen (Schädelnähten) sind beweglich und bewegen sich im CranioSacralen Rhythmus. Jeder Schädelknochen zeigt eine individuelle Bewegungsrichtung, die der Therapeut spüren und behandeln kann.
In den Suturen sind Rezeptoren eingebettet, die den Druck registrieren und an die Nervengeflechte im Schädel zurückmelden, die den Liquor herstellen.
Je nachdem, wie das Ergebnis ausfällt, wird die Produktion bzw. Resorption des Liquors angepasst (daher hydraulisches System), denn das Gehirn und Rückenmark reagieren extrem empfindlich auf Druckschwankungen. Der intrakranielle Druck (Hirndruck) wird immer konstant auf 8-10mmHg vom System gehalten.
Jeder, der die Erfahrung einer Liquorpunktion gemacht hat, weiß wie es sich anfühlt, wenn das System durcheinander gebracht wird.
Die Dura mater ist mit den Schädelknochen und dem Kreuzbein/Steißbein knöchern verwachsen.
Knöcherne Restriktionen können das Membransystem stören und umgekehrt können
erhöhte Membranspannungen die knöchernen Strukturen in ihrer freien Beweglichkeit stören oder blockieren.
Diese Störungen bleiben nicht lokal, sondern können sich über die Membranen auf andere Stellen des Körpers übertragen.
Spannungen aus der Peripherie z.B. von Muskeln, Organen und Faszien haben ebenfalls Einfluss auf das CranioSacrale System und können Dysfunktionen auslösen. Alles ist über das Fasziensystem verbunden.
Die 12 Hirnnerven passieren auf ihrem Weg durch den Schädel die Membranen und Schädelknochen und können ebenfalls durch erhöhte Spannungen unter Stress geraten. Vielfältige Symptome der Kopforgane (Sehen, Hören, Gleichgewichtssinn, Schmecken, Schlucken, Riechen uvm.) sind möglich.
Jegliche Spannungsänderungen haben immer Einfluß auf das ganze System. Im Umkehrschluss heißt das, dass alle beteiligten knöchernen- und bindegewebigen Strukturen im Spannungsausgleich sein sollten, damit eine optimale Homöastase vorhanden ist.
Der CranioSacral Therapeut arbeitet direkt im CranioSacralen System über Beeinflussung des Liquordruckes, über lokale Faszienbehandlungen der Körperquer- oder Längsstrukturen und/oder über das Mobilisieren des Sacrum, der spinalen Dura, des Zungenbeins, der Schädelknochen, der Gesichtsschädelknochen, des harten Gaumens und des intracraniellen Membransystems sowie die Übergänge der Wirbelsäule zu Sacrum und Schädel.
Triggerpunkttherapie
Roland Gautschi (Ausbilder in der Schweiz) hat in diesem Buchabschnitt wunderbar zusammengefasst, was Triggerpunkttherapie ausmacht:
"MTrPS entstehen durch Überlastung oder traumatische Überdehnung der Muskulatur. In der Folge bilden sich im Muskel oftmals Zonen, die mit Sauerstoff unterversorgt sind (Hypoxie). Zu wenig Sauerstoff führt zu einem Mangel an Adenosintriphosphat (ATP). Infolge des ATP-Mangels können sich in diesen Gebieten die Myosin- und Aktinfilamente nicht voneinander lösen (Rigorkomplex). Diese erkrankten Muskelstellen sind als Triggerpunkte tastbar: Durch Provokation mittels Druck wird der Schmerz ausgelöst, der oft in andere Körperregionen übertragen wird (Referred Pain). Aber nicht nur Schmerzen , sondern auch Parästhesien, Muskelschwächen ohne primäre Atrophie, Bewegungseinschränkungen, propriozeptive Störungen mit Beeinträchtigung der Koordination und automome vegetative Reaktionen können durch Triggerpunkte verursacht werden. Die Summe aller durch aktive Triggerpunkte ausgelöste Symptome, wird als "Myofasziales-Syndrom" bezeichnet. Erfahrungsgemäß lässt sich diese Pathologie in der Regel - selbst bei langjährigen Beschwerden - durch eine gezielte Triggerpunkt-Therapie wieder beseitigen." (Gautschi, 2010, S.XII)
Literaturverzeichnis:
Gautschi R. (2010) Manuelle Triggerpunkt-Therapie: Myofasziale Schmerzen und Funktionsstörungen erkennen, verstehen und behandeln (1.Auflage) Thieme
Für mich ist die Triggerpunkttherapie eine effektive, sehr wirksame und nicht mehr weg zudenkende Methode um Schmerzen zu behandeln. Einer der entscheidenden Bausteine um die teilweise komplexen Beschwerdebilder meiner Patienten erfolgreich zu behandeln.
Lymphdrainage
Lymphdrainage verwende ich als begleitende Therapiemaßnahme zur Physiotherapie.
Das Lymphsystem hat die Aufgabe die Gewebsflüssigkeit und die darin enthaltenen Stoffe (wie Eiweiß, tote Zellen) abzutransportieren und in das venöse System abzugeben.
Das Lymphsystem ist, wie das Arterien- und Venensystem, ein feines Netzwerk über den ganzen Köper verteilt. Es nimmt die Flüssigkeit aus dem Interstitium (Zellzwischenraum) auf, transportiert die Lymphe zu den Lymphknoten, wo sie gefiltert wird. Stoffelwechselabbauprodukte, Fremdkörper und Krankheitserreger werden dort aufgenommen. Somit ist das System ein wichtiger Teil des Immunsystems des Körpers.
Nach Operationen oder Verletzungen entstehen Ödeme (Schwellungen), Ablagerungen von toten Zellen und Einblutungen. Hier kann Lymphdrainage helfen die anfallende Mehrarbeit des Lymphsystems zu unterstützen. Schmerzlinderung, Druckentlastung der Zellen, schnellerer Abtransport von toten Zellen (Geweberesten, Blut, Eiweiß, Entzündungsmediatoren) führt zu einer schnelleren Wundheilung.
Ein Lymphtape wirkt über mehrere Tage unterstützend.
Bei Mastidis (Brustentzündung) kommt Lymphdrainage ebenfalls zur Anwendung.
Nach Zahnoperationen mit starker Schwellung und Schmerz, wie bei Weißheitszahn-OP ist es absolut sinnvoll und wohltuend noch am gleichen Tag mit der Lymphdrainage zu beginnen. Der Zahnarzt kann eine Verordnung ausstellen.
Narbenbehandlung
Narben können faszial, energetisch oder emotional gestört sein.
Da ein Ereignis damit verknüft ist, kann auch ein Trauma dahinter liegen.
Ich behandle die Narbe sanft mit dem APM Stab um den Energiestatus zu normalisieren, mobilisiere die faszialen Verklebungen und wende Techniken der CranioSacralen Therapie an um gespeicherte Emotionen zu lösen.